Oxfam-Studie zur WEF: Ein Wirtschaftssystem, das der Menschheit nicht gerecht wird!

Ein Wirtschaftssystem, das der Menschheit nicht gerecht wird!

«Die Welt soll als Ausgangspunkt eine Halbierung des Reichtums und der Zahl der Milliardär:innen bis 2030 anstreben», fordert Oxfam, ein internationaler Verbund verschiedener Hilfs- und Entwicklungsorganisationen. Erreicht werden soll dieses Ziel unter anderem mit einer weltweiten höheren Besteuerung der immensen Vermögen der Millonär:innen und Milliardär:innen – und zwar progressiv von zwei bis fünf Prozent. Oxfam rechnet in ihrer Mitte Januar erschienen neuen Studie zur weltweiten Ungleichheit vor, dass diese Besteuerung der Superreichen jährlich 1,7 Billionen Dollar einbringen würde. Genug, um zwei Milliarden Menschen aus der Armut zu befreien. In der Schweiz wären es rund 35 Millionen Franken mehr an Steuereinnahmen. Die Partei der Arbeit der Schweiz (PdAS) unterstützt diese Forderungen.

Weltweit hungern 828 Millionen Menschen und 1,7 Milliarden Arbeitnehmer:innen leben in Ländern, in denen die Inflation derzeit höher ist als die Lohnsteigerungen. Demgegenüber steht Folgendes: Seit Beginn der Corona-Pandemie kassierte das reichste Prozent der Weltbevölkerung rund zwei Drittel des weltweiten Vermögenszuwachses. Die Unternehmen und die Superreichen profitieren davon, dass sie immer weniger Steuern bezahlen müssen. Die Spitzensteuersätze auf Einkommen sind gemäss Oxfam-Studie seit den 1980er-Jahren niedriger und weniger progressiv geworden. Der durchschnittliche Steuersatz für die Reichsten in den OECD-Ländern ist von 58 Prozent im Jahr 1980 auf 42 Prozent in jüngerer Zeit gesunken. In 100 Ländern liegt der Durchschnittssatz sogar noch niedriger, nämlich bei 31 Prozent.

Die Erhöhung der Besteuerung der immensen Vermögen der Superreichen dieser Welt wäre ein wichtiger und richtiger Schritt im Kampf gegen die Armut. Reichen würde es aber bei Weitem nicht. Notwendig ist die Überwindung des kapitalistischen Systems hin zu einer sozialistischen Gesellschaft. Denn im aktuellen System sind die zwingend notwendigen Veränderungen für eine gerechte, solidarische Welt nicht möglich. Zu diesem Schluss kommt auch die Oxfam-Studie, die festhält, dass der Kapitalismus ein «Wirtschaftssystem ist, das der Menschheit nicht gerecht wird».

Partei der Arbeit der Schweiz
19. Januar 2022

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