Medienmitteilung: Position der PdAS zur Situation in Syrien (14.01.2026)

Angriffe auf Aleppo durch die syrische Regierung

Die in den letzten Tagen in Aleppo (Syrien) verübten Angriffe stellen einen Versuch dar, das friedliche Zusammenleben des syrischen Volkes sowie einen dauerhaften Frieden in der Region zu untergraben.

Die Partei der Arbeit der Schweiz (PdAS) bringt ihre Solidarität mit der syrischen Bevölkerung zum Ausdruck, insbesondere mit jenen, die derzeit unter der Belagerung und der Gewalt in Aleppo leiden, namentlich in den Vierteln Sheikh Maqsoud, Ashrafiyeh und Bani Zaid sowie in anderen Regionen, und mit allen engagierten Gemeinschaften und mobilisierten Gruppen, die sich für einen Frieden auf demokratischer und pluralistischer Basis in Syrien einsetzen.[1] Die Angriffe erfolgten nach den Gesprächen vom 4. Januar zwischen den Syrischen Demokratischen Kräften (SDK) und der syrischen Regierung.

Die PdAS verurteilt die Angriffe auf die Zivilbevölkerung und auf die grundlegende Infrastruktur und kritisiert die Gewaltlogik und die Einmischungen, die den Konflikt und den Krieg weiterhin anheizen und jede gerechte und dauerhafte Lösung in Syrien und in der Region blockieren. Die Partei bekräftigt ihre internationalistische Solidarität mit all jenen, die für Frieden, Gerechtigkeit und ein friedliches Zusammenleben kämpfen.[2]

Die derzeitige syrische Regierung, die unter anderem aus der Gruppe Hayat Tahrir al-Sham (HTS) hervorgegangen ist, hat ein Jahr nach dem Sturz der baathistischen Assad-Regierung ein antidemokratisches, aggressives und patriarchales Regime errichtet, das von den internationalen Mächten umworben wird. Eng von der Türkei unterstützt, zeigte sie sich bereit, Zugeständnisse an die NATO und an imperialistische Interessen zu machen, zuletzt in Paris im Januar 2026.[3]

Auf lokaler Ebene bleibt die Schweiz Komplizin der Offensive gegen die demokratischen und zivilen Kräfte in Syrien, da keine kohärenten Massnahmen in Bezug auf die Exporte von Kriegsmaterial ergriffen wurden, die in den Händen extremistisch-reaktionärer Kräfte landen. Zudem wurden diese Angriffe von der türkischen Regierung begrüsst, die die Sicherheit Syriens als ihre eigene betrachtet.[4] Folglich muss die Schweiz dringend ihre Beziehungen zur Türkei – einem ihrer wichtigsten Handelspartner –[5] überdenken und gleichzeitig die türkische Regierung dazu bewegen, sich aktiv und konstruktiv am von Abdullah Öcalan im Frühjahr 2025 initiierten Vorschlag eines Friedensprozesses zu beteiligen.

Partei der Arbeit Schweiz


[1] https://knk-kurdistan.com/eng/joint-statement-of-the-diplomacy-committee-of-kurdish-political-parties-and-civil-society-organisations-of-the-knk-as-well-as-observer-and-guest-organizations-attacks-on-kurds-in-aleppo-are-a-nation/

[2] https://pda.ch/2025/01/offizielle-position-der-pdas-zu-den-ereignissen-in-syrien/

[3] https://www.state.gov/releases/office-of-the-spokesperson/2026/01/joint-statement-on-the-trilateral-meeting-between-the-governments-of-the-united-states-of-america-the-state-of-israel-and-the-syrian-arab-republic

[4] https://www.aljazeera.com/news/liveblog/2026/1/9/syria-live-ceasefire-in-aleppo-after-at-least-22-killed-since-tuesday

[5] https://www.eda.admin.ch/countries/turkey/en/home/switzerland-and/bilateral-relations.html